Was wird jetzt aus unserer Umwelt? Meine Sorgen nach der Wahl

Ich kann nicht aufhören, mir Gedanken zu machen. Die Wahl ist vorbei, die politischen Kräfte neu verteilt – aber was bedeutet das für die Umwelt? Für das Klima? Für unsere Zukunft? Ich merke, wie eine unterschwellige Angst in mir arbeitet, ein Gefühl der Unsicherheit, weil ich nicht weiß, ob jetzt die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Autor: Sonja Bart

Umweltpolitische Hoffnung oder Stillstand?

Ich habe in den letzten Jahren gesehen, wie dringend wir handeln müssen. Hitzeperioden, Dürre, Überflutungen – es ist nicht mehr nur eine ferne Bedrohung, es passiert direkt vor unserer Haustür. Ich hatte gehofft, dass diese Dringlichkeit sich auch in den politischen Entscheidungen widerspiegelt. Doch jetzt frage ich mich: Geht es wirklich weiter in Richtung Klimaschutz? Oder wird alles wieder zerredet und verzögert?

Ich sehe die Wahlversprechen und höre die ersten Aussagen der Politiker. Manche klingen vernünftig, andere enttäuschen mich. Es wird von „Wirtschaftlichkeit“ und „Machbarkeit“ gesprochen – Worte, die ich fürchte, weil sie oft als Vorwand dienen, um ambitionierte Klimaziele aufzuweichen.

Mein eigener Versuch, etwas zu bewegen

Nach dem Bruch der Ampel-Koalition war für mich klar: Ich will nicht mehr nur zuschauen und mich ärgern. Also bin ich Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen geworden. Ich wollte nicht länger nur passiv sein, sondern mich zumindest auf kleiner Ebene engagieren. Jetzt besuche ich Treffen, diskutiere mit anderen Mitgliedern, versuche, mich einzubringen – aber ich frage mich oft, ob das reicht.

Auch mein Engagement für Greenkama trägt – so hoffe ich – ein wenig dazu bei, das Thema Umwelt- und Naturschutz nicht zur Nebensache werden zu lassen.

Aber mache ich genug? Könnte ich noch mehr tun? Ich bewundere diejenigen, die sich voll und ganz der politischen Arbeit widmen oder aktiv Klimaschutzprojekte vorantreiben. Ich spüre den Wunsch, selbst mehr zu bewirken, aber gleichzeitig auch die Zweifel, ob meine Kraft ausreicht, ob ich wirklich etwas bewegen kann.

Wird Umweltschutz wieder zur Nebensache?

Was mich besonders beschäftigt: Die Umweltpolitik steht nicht allein. Sie hängt zusammen mit wirtschaftlichen Interessen, sozialen Fragen, geopolitischen Krisen. Wenn es um Geld oder Arbeitsplätze geht, rückt Klimaschutz oft in den Hintergrund. Und genau davor habe ich Angst.

Ich will nicht, dass wir wieder Jahre verlieren. Dass Debatten über neue Gesetze zum Umweltschutz sich so lange hinziehen, bis sie verwässert oder gar nicht umgesetzt werden. Ich will keine Kompromisse, die nur auf dem Papier gut aussehen, während die Emissionen weiter steigen und die Natur immer weiter zerstört wird.

Was kann ich selbst tun?

Während ich diese Gedanken niederschreibe, merke ich, dass ich nicht einfach nur abwarten will. Es bringt nichts, sich nur zu sorgen. Ich will genau hinschauen, will wissen, welche Entscheidungen jetzt getroffen werden. Ich will meine Stimme erheben, wenn Dinge in die falsche Richtung laufen.

Ich frage mich, ob ich mich stärker in meiner Partei einbringen sollte – vielleicht in einer Arbeitsgruppe oder als Teil einer lokalen Initiative. Oder ob es sinnvoller wäre, mich außerhalb der Politik zu engagieren, in Klimabewegungen oder Naturschutzorganisationen.

Eines weiß ich sicher: Ich will nicht tatenlos bleiben. Ich will nicht irgendwann zurückblicken und mir eingestehen müssen, dass ich nur gehofft habe, statt wirklich etwas zu tun. Denn am Ende liegt es nicht nur an der Politik. Es liegt auch an uns. Daran, wie laut wir sind, wie konsequent wir handeln, wie sehr wir einfordern, dass sich wirklich etwas ändert.

Ich hoffe, dass ich nicht allein mit meinen Sorgen bin – und dass wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Umwelt nicht wieder vergessen wird.

Rechtlicher Hinweis:
Dieser Artikel dient der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und stellt keine rechtlich bindenden Aussagen dar. Die dargestellten Ansichten dienen ausschließlich der Information und Diskussion. Die verwendeten Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen. Trotz sorgfältiger Prüfung wird keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen. Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf die alleinige Wahrheit und ist im Sinne der Meinungs- und Informationsfreiheit zu verstehen.

Das könnte Dich ebenfalls interessieren:
Mein Weg zur Nachhaltigkeit – Kleine Schritte, große Wirkung
Zigarettenstummel auf dem Boden: Mein Blick zurück als Ex-Raucherin
Warum ich nach 30 Jahren Vegetarismus am Veganismus scheitere – und was ich daraus lerne


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurden vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mehr von Greenkama